here you find a few links to reviews and a few reviews mainly in german, but there´s one english as well and a portuguese one from brazil!
http://www.reflectionsofdarkness.com/index.php?option=com_content&task=view&id=8482&Itemid=44
http://www.madgoth.de/6854/blickpunkt/sweet-sister-pain-the-seven-seas-of-blood-and-honey
http://www.necroweb.de/magazin/neues-album/sweet-sister-pain-the-seven-seas-of-blood-and-honey/
http://www.the-pit.de/cd-review/article/sweet-sister-pain-the-seven-seas-of-blood-and-honey/
http://www.neurostyle.de/musik/cdreviews/687-sweet-sister-pain-the-seven-seas-of-blood-and-honey.html
http://www.lorien-geldern.de/beitrag.php?beitrag_id=2319
http://www.rockpost.com.br/rock/download/1-download/523-26o-edicao-deep-purple-fev2011.html
Bewertung: 10 von 10 Punkten
Release: 22.10.2010
Genre: Gothic
Spielzeit: 63:27
Label: Danse Macabre
Sweet Sister Pain bringen mit „The Seven Seas Of Blood And Honey“ ihr Debutalbum heraus, sind aber keineswegs Greenhorns im Musikbusiness. Der Sänger Gunther Laudahn bringt Erfahrungen als Produzent für Sarah Brightman mit und auch die Mönchsgesangsformation Gregorians wurde von ihm produziert. Die Sängerin Charlotte Kracht hat u.a. schon Cello gespielt für Lacrimosa oder eben auch für die Gregorians. Rudolph Naomi, der das Schlagzeug des Trios übernimmt, ist bekannt durch KMFDM. Also drei Musiker mit viel Erfahrung, die sich nun zusammen getan haben, eine Band zu bilden und gemeinsam erfolgreich zu werden.
Herausgekommen ist vorliegendes Album und während der Laser die ersten Daten der CD in Töne verwandelt, wird klar: Hier liegt etwas ganz Großartiges im Player. Insgesamt umfasst „The Seven Seas Of Blood And Honey“ 19 Tracks, wobei darunter zwölf komplette Stücke und sieben Zwischenfrequenzen sind. Beim Betrachten des CD-Covers und Lesen des Bandnamens werden düster-romantische Erwartungen geweckt und genau das wird erfüllt werden. „Mare Frigoris“ ist das erste Stück der CD und direkt eines der eben genannten Zwischenstücke. Es ist die Vertonung einiger Zeilen von dem Gründer des Gothic-Genres Edgar Allan Poe und zwar Zeilen des wohl bekanntesten Gedichts von ihm: „The Raven“. Düster wird das Album eingeleitet und beim zweiten Song „The Age Of Anger“ geht die Stimme des Sängers Gunther Laudahn direkt ins Mark. Die Verbindung zwischen tiefer Stimme und dem Thema Endzeit schafft es, Tränen in die Augen schießen zu lassen. Genau so geht das Album weiter, es nimmt den Hörer gefangen in eine düstere Welt und gibt dennoch Hoffnung mit Songs wie „Hush Hush“. In diesem Song ist die Nacht der Erlöser, sie schafft Frieden und Vergessen.
Hervorzuheben ist auch das bekannte japanische Liebeslied „Ue O Muite Arukó“, welches durch die Stimmen von Gunthar und Charlotte extrem fesselnd wirkt, auch wenn man über keinerlei japanische Kenntnisse verfügt. Es ist eine Mischung aus japanischen Klängen, dunkler Stimme und hellem Sopran. Eine wunderschöne, neue Version ist somit entstanden.
Literatur des Gründers der Kriminal-, und der Gothic-Literatur, Edgar Allan Poe, ist aber nicht nur Gegenstand der Zwischenstücke. Eines seiner wohl beliebtesten Gedichte „Annabel Lee“ wird wundervoll mit Cello und der Stimme von Gunther vertont. Eine absolut grandiose Darstellung, die noch abgerundet wird durch Charlottes engelsgleiche Stimme. War für Edgar Allan Poe die Musik Grundlage seiner Versmaße, und wählte er dennoch Worte, so zeigt das Hamburger Trio, wie sich das tatsächlich vertont anhören kann.
Neben dem Cover des japanischem Liebeslieds findet sich noch ein weiteres Cover auf der CD: Mit „Mad World“ von Tears For Fears covern Sweet Sister Pain hier einen Song, den auch die Gergorians gecovert haben. Und dennoch schafft es das Trio, diesem bekannten Song neues Leben einzuhauchen, das Cello unterstreicht die Größe und verbindet wieder den männlichen mit dem weiblichen Gesang.
Sweet Sister Pain schaffen mit „The Seven Seas Of Blood And Honey“ einen Sprung, der vielen Bands noch mit der dritten und vierten Veröffentlichung nicht gelingt. Das Album zeigt sowohl musikalisch, vom Producing, als auch von den Gesangsqualitäten, dass die gesammelten Erfahrungen nun zu etwas Eigenem werden, was der Gothic-Dark-Wave-Szene bisher einfach gefehlt hat. Abgerundet wird das Album mit einem Mix von KMFDM des Songs „The Truth In Minor“ und hier wird gezeigt, dass elektronische Einflüsse dem Song und der Musik von Sweet Sister Pain noch mehr Variabilität geben, dass mit dem Debutalbum noch lange nicht alles gesagt wurde.
Fazit: Anhören, fallen lassen, lieben!
In der heutigen Zeit ist es ja so, dass alles irgendwie immer härter, schneller, elektronischer und (Obacht, Zitat!) “bässer” sein muss, um noch irgendwie Eindruck zu schinden. Gerade im musikalischen Bereich unserer Szene. Am besten noch ein paar alberne Texte dazu, natürlich der besseren Verkäuflichkeit wegen auf Brechen und Biegen auf das Thema Sex gepimp(er)t. Nun frage ich euch ganz entsetzt: muss denn das so sein? Geht das nicht irgendwie auch anders? Entspanter? Weniger hektisch, dafür vielleicht aber anspruchsvoller? Jupp, tut es. SWEET SISTER PAIN schlagen mit ihrem aktuellen Album “The Seven Seas Of Blood And Honey” gänze andere Töne an und Wege ein. Schnauze voll vom Einheitsbrei? Dann ist das hier die Alternative.
Sweet Sister Pain ist ein noch recht junges Projekt aus Hamburg, das bislang mit einer EP (“Digital Bohéme”, 2007) und ein paar Samplerbeiträgen auf sich aufmerksam gemacht hat. Dabei sind die drei Musiker dieser Band ganz gewiss keine Anfänger, sondern haben sich ihre ersten Sporen im Rahmen musikalischer Tätigkeiten für andere Künstler verdient. Gitarrist und Vokalist Gunther Laudahn war unter anderem als Musiker, Produzent und Remixer u.a. für Sarah Brightman oder Legacy Of Runes tätig. Sängerin und Violoncello-Spielerin Charlotte Kracht war unter anderem schon für Lacrimosa tätig. Und Trommler Rudolph Naomi stellte seine Talente bisher bei KMFDM oder Girls Under Glass zur Verfügung. Eindrucksvolle Namen in der jeweiligen Biografie der Bandmitglieder, die zunächst das Gefühl vermitteln, dass die Herrschaften wissen, was sie tun.
Und tatsächlich: Wer sich auf das erste komplette Album von Sweet Sister Pain einlässt, merkt sehr schnell, dass wir es hier mit traditionellen Musikern zu tun haben, die nicht nur ihr Handwerk verstehen, sondern scheinbar auch mit jeder Menge Herzblut an ihren Job herangehen. Das Label Danse Macabre umschreibt die Musik des Trios mit “Dark Romantic”, was auch immer das heissen mag, die Band selbst redet hier auch gerne mal von melodramatischen Popsongs. Tatsache ist aber, dass Sweet Sister Pain unter Zuhilfenahme jeder Menge akustischer Instrumente einen Sound erschaffen, der im Prinzip jedem Hörer das Herz aufgehen lassen sollte, der sich auch für die..äh.. ASP’sche “Chamber-Musik” begeistern konnte oder sich gerne mal den Klängen einer Loreena McKennitt hingibt. Will sagen: sehr ruhige, sehr stimmungsvolle Songs warten, abwechselnd oder im Duett mit männlichem und weiblichem Gesang, garniert mit einem schweren Folk-Einschlag. Dazu gesellen sich zu ihren eigenen, ausschließlich englischen lyrischen Ergüssen auch Zitate aus großen Werken ernster Musik, so etwa Chopins “Trauermarsch” oder Schuberts “Wiegenlied”. Auch eine Sweet Sister Pain Variante des Tears For Fears Klassikers “Mad World” fand seinen Weg auf diese Scheibe. Wer hätte gedacht, dass dieser Song auch in einer solchen Version so gut funktioniert?
Gut, schieben wir mal die Fakten beiseite jetzt. Es sind nämlich nicht die Biografien der Bandmitglieder oder die musikalischen Anleihen, die sich die Band gestattet, welche die Faszination von “The Seven Seas Of Blood And Honey” ausmachen. Es sind viel mehr die Stimmungen, die sie mit ihrem Werk beschwören. Wie ein Maler auf einer Leinwand malen sie mit ihren Songs stimmungsvolle, herbstlich angehauchte Songs, die in der Lage sind, an bitterkalten Tagen Wärme zu spenden. Dieses Debütalbum gleicht einem Spaziergang durch einen Märchenwald, mit Elfen und Feen die um einen herumschwirren und goldenem Sonnenlicht, das sich durch das dichte Blätterwerk bricht, während unter den eigenen Schritten das Laub raschelt. Was ich damit sagen will, ist folgendes: Sweet Sister Pain bieten eine Stunde Urlaub vom hektischen Alltag. Und das mit einer lässigen Eleganz, wie sie nur Vollblutmusikern innewohnt
SWEET SISTER PAIN is a project of three musicians whom you might recognise from LACRIMOSA, GREGORIAN, KMFDM and GIRLS UNDER GLASS to list a few - Charlotte Kracht, Gunter Laudahn and Rudolph Naomi. ‘The Seven Seas Of Blood And Honey’ (preceded by the EP ‘Digital Bohème’) contains 19 atmospheric and rich songs with differing and engaging approaches - beautiful and evocative instrumental compositions with strong and beautifully textured vocals -altogether creating something excellent, imaginative and exquisite. Their intrinsic feel and intuition as to when and how to choose the right balance, the right sound, the right vocal narrative to create such outstanding collection are palpable to note.
One of the album’s wonderful peculiarities are the “Mare” interludes that connect the pieces together throughout the album. Although they are very short - under and / or closely above one minute - you’ll soon find yourself orientating by them as if by lakes, mountains, and stars (etc) in a varied and luscious landscape, most with whispers of Poe’s verses. In the middle there’s an interlude that differs not only in name but also in feel, ‘Lacus Somniorum’ is even darker and more foreboding than the “‘Mare’s” - Poe’s poem becomes even more dramatic. In the first one, the intro, ‘Mare Frigoris’, Charlotte Kracht evokes Edgar Allan Poe’s poem for the first time (taken on with the others Raven comes to life!), softly she recites it, a playback slightly distorts her voice and wraps it with echo, the interludes fits snugly into songs and this one is no exception.
The first song ‘The Age of Anger’, a variation on Chopin, starts with a strumming guitar that introduces and then blends itself into the cello which takes over and with Gunther Laudahn wonderfully textured voice creates the mood of the song, the interaction with Kracht as she accompanies him, the way those two sound singing together and the chemistry they actualise in the song give you a taste of the album’s marking strengths and allure. As you listen on to ‘The Seven Seas of Blood and Honey’ you’ll discover few more variations - a classical Japanese love song - ‘Ue i muite aruk (sukiyaki)’ and ‘Annabel Lee’ - another adaptation from the oeuvre of Edgar Allan Poe. They also breathe a fresh life into ‘Mad world’, a TEARS FOR FEARS cover. A further gem is ‘Off with your Head’ a song incorporating Alice in Wonderland theme - it is done very imaginatively. ‘Truth in the Mirror’ appears twice, the last one is a cover of the song by KMFDM - and it’s a great one. The acoustic instruments and soft Electronica, the darker shades, the richly detailed song structures are other building sound-hues of the all pervading beauty which is both tangible and ethereal.
‘The Seven Seas of Blood and Honey’ is a superb and fascinating album, so much to take away from this... The melancholy and all the darker shades of mood are always soft and soothing - alive and passionate as blood and as smooth as honey - a very fitting album title! Apart from their beautiful music SWEET SISTER PAIN convey such a joy of creating it. It’s always an aspect that elevates songs for me to yet another level and makes it so much more of a richer experience for me as a listener. Considering that SSP offer this joy in abundance this experience is multiplied as a gift for my listening so are the atmospheric and varied facets of it that cover a lot of ground and evoke so much. The album is classy, captivating, enriching and moreover - inspiring and demands many repeated plays. Miss out on this beautiful Gothic and Dark Wave generous offering at your own peril!
you´re listening to: sweet sister pain "solitude"
from the album "the seven seas of blood and honey" danse macabre records 2010